Wie man sich richtig traut - Hochzeitstipps

Was gibt es alles zu beachten? Wir haben die wichtigsten Hochzeitstipps zusammengefasst.

Sie haben so lange auf diesen Moment gewartet. Und nun endlich ist es geschehen: Ihr Liebster hat um Ihre Hand angehalten. Nun sollten Sie auch zeitnah mit der Planung der Hochzeit beginnen. Denn damit an dem schönsten Tag in Ihrem Leben wirklich die Hochzeits- und nicht die Alarmglocken läuten, gibt es vorher viel zu organisieren. Wir haben die wichtigsten Antworten für die Hochzeitsplanung:

  • Standesamt oder Kirche?
  • Die Uhr tickt – das perfekte Zeitmanagement
  • Ohne Moos nix los – mit diesen Kosten müssen Sie rechnen
  • Ist es wirklich Mr. Right? - Wenn Zweifel kommen
  • Rundumsorglospaket oder Selbstorganisation – Die richtige Location finden
  • Kaffeevollautomat statt Kafferservice - Das richtige Geschenkemanagement
  • Loslassen und entspannen

Standesamt oder Kirche?

Sie schreiten einen 30 Meter langen Gang entlang. Zwei kleine Mädchen in weißen Rüschenkleidchen tragen die Schleppe, zwei weitere streuen Blütenblätter. Links und rechts bilden Kerzen und Blumengestecke den Weg zum Altar.

Sieht so Ihr Traum von einer kirchlichen Zeremonie aus? Dann verabreden Sie bald einen Termin mit dem Pfarrer Ihrer Gemeinde. Liegt die Kirche Ihrer Wahl allerdings außerhalb der Gemeinde, benötigen Sie von Ihrem Pfarramt allerdings eine „Dimissoriale“. Das ist eine Art Überweisungsschein, der besagt, dass Sie Mitglied einer Gemeinde sind und das heilige Sakrament der Ehe empfangen dürfen.

Beachten Sie, dass ein gültiger Trauschein ausschließlich im Standesamt ausgestellt werden kann. Sollten Sie also eine kirchliche Trauung bevorzugen, müssen Sie dennoch einen Termin beim Standesamt vereinbaren. Viele Paare halten die standesamtliche Trauung dezent, erscheinen alleine und in schlichter Kleidung. Dafür wird dann die kirchliche Zeremonie umso pompöser gefeiert.

Aber, behalten Sie von Anfang an im Hinterkopf: Sie werden auf zwei Hochzeiten tanzen. Dass sind zwei verschiedene Termine, die organisiert und geplant werden wollen.

 

Die Uhr tickt – das perfekte Zeitmanagement

Haben Sie einen Termin zur Eheschließung mit dem Standesamt und/oder der Gemeinde vereinbart, beginnt nun die Planung der Details. Unsere Empfehlung: Planen Sie rückwärts.

Mindestens sechs Monate vorher

  1. Welchen Rahmen soll Ihre Hochzeit haben? Möchten Sie groß oder im kleinen Kreis feiern? Wenn Sie sich das überlegt haben, vereinbaren Sie einen Termin mit ihrer Wunsch-Location.
  2. Gehen Sie in Brautgeschäfte und lassen Sie sich wegen eines Kleides beraten. Auch Fachgeschäfte haben nicht immer jedes Kleid in jeder Größe. Eine Bestellzeit sollten Sie also unbedingt einplanen.
  3. Wollen Sie die Hochzeitsnacht im Hotel verbringen? Dann fragen Sie nach verfügbaren Zimmern.

Mindestens vier Monate vorher

  1. Reichen Sie Urlaub für Ihre Flitterwochen ein und buchen Sie den Urlaub.
  2. Mieten Sie das Hochzeitsauto oder die Pferdekutsche.
  3. Verschicken Sie Ihre Einladungskarten. Wenn Sie noch keine bestellt haben, sollten Sie das zeitnah tun.
  4. Für Grobmotoriker: Buchen Sie einen Tanzkurs.

Noch 3 Monate bis Tag X.

  1. Nun sollte sich auch der Anzug des Bräutigams sitzen.
  2. Welcher Ring darf es sein? Der Gang zum Juwelier steht an.
  3.  Bestimmen Sie gemeinsam mit einem Floristen den Blumenschmuck.
  4.  Bestellen Sie die Hochzeitstorte.

Noch zwei Monate bis zur Trauung

  1.  Vereinbaren Sie einen Termin mit Ihrem Friseur zum Probestecken. Planen Sie zwei Sitzungen dafür ein.
  2.  Auch das Make Up will vorher besprochen werden. Wenn das nicht der Friseur macht, sollten Sie sich an eine Kosmetikerin wenden.
  3. Erstellen Sie einen Organisationsplan mit allen Abläufen Ihres Hochzeitstages. Sie selbst sollten am Tag der Hochzeit den Kopf frei haben. Geben Sie deshalb den Plan Ihren engsten Freunden oder Trauzeugen und benennen Sie einen Organisator.
  4. Organisieren Sie den Polterabend.

Noch zwei Wochen

  1.  Laufen Sie Ihre Schuhe ein.
  2. Bereiten Sie Ihre Hochzeitsreise vor und kaufen Sie Utensilien wie Sonnencreme. Tauschen Sie Geld bei der Bank.

Noch ein Tag

  1. Packen Sie den Koffer für die Hochzeitsreise. Und eine Extratasche für Ihre Hochzeitsnacht.
  2. Legen Sie sich Bargeld zurecht, das sie am nächsten Tag voraussichtlich brauchen werden.
  3. Packen Sie Ihre Brauttasche.
  4. Legen Sie die Ringe bereit.
  5. Versuchen Sie, gut zu schlafen.

 

Ohne Moos nix los – mit diesen Kosten müssen Sie rechnen

Was eine Hochzeit kostet, lässt sich pauschal nicht sagen. Im Schnitt werden in Deutschland 5.300 Euro für eine Hochzeit ausgegeben. Feiert man die Hochzeit im kleinen Kreis und ohne Designermode, kann man mit 1.000 bis 1.500 Euro auskommen. Je ausgefallener Sie Ihre Hochzeit feiern möchten, desto teurer wird es. Die meisten Paare zahlen für Ihre Traumhochzeit zwischen 4.000 und 10.000 Euro.

Wir haben einen Kostenplan aufgestellt, an dem Sie sich orientieren können.

Ausstattung Braut – 800 Euro
Ausstattung Bräutigam – 400 Euro

Blumenstrauß – 60 Euro
Blumendekoration – 300 Euro

Einladungskarten für 40 Gäste – 200 Euro

Fotograf – 300 Euro für Einzelaufnahmen, 1.200 Euro für Ganztagsreportage

Hochzeitsauto oder Pferdekutsche – 300 Euro
Hochzeitstorte – 200 Euro

Restaurant – 50 Euro pro Gast (ohne Getränke)
Ringe – 1000 Euro

Saalmiete – 500 bis 1500 Euro
Standesamt – 100 Euro

Auf dieser Seite finden Sie einen Kostenplaner zum Download und ausdrucken: http://www.hochzeitinfos.de/Hochzeit_Planung/Hochzeit_Kostenplaner.aspx

 

Ist es wirklich Mr. Right? - Wenn Zweifel kommen

Der große Tag rückt näher und bei manchen wachsen die Zweifel. Ist das wirklich der richtige Mann für mich? Können wir uns lieben und ehren, bis dass der Tod uns scheidet? Und treu sein?

Eines sei gleich gesagt: Zweifel sind normal und fast jedes Brautpaar in Spe hat sie. Teilen Sie die Ängste Ihrem Partner mit. Denn wohlmöglich fühlt er genauso. Rufen Sie sich in Erinnerung, warum Sie Ihren Partner lieben gelernt haben. Vielen Paaren hilft es, einen Liebesbrief zu verfassen. Schreiben Sie Höhen aber auch Tiefen Ihrer Beziehung darin auf. Solch eine liebevolle Dokumentation der Beziehung kann schon helfen, um sämtliche Zweifel auszuräumen.

Sollten Sie sich jedoch zunehmend unwohl mit der Vorstellung einer Hochzeit fühlen, könnte eine Paartherapie weiterhelfen. Das erste Gespräch bei Therapeuten ist meistens kostenlos. Gemeinnützige Organisationen wie die „Caritas“ bieten Paartherapie sogar vollständig kostenlos an. http://www.caritas.de/hilfeundberatung/ratgeber/familie/ueberforderteeltern/ehe-familien-undlebensberatung

 

Rundumsorglospaket oder Selbstorganisation – die richtige Location finden

Restaurant oder Partykeller? Rundumversorgung oder Caterer? Gartenfeier oder Saal im Schloss? Brautpaare sollten sich zeitig darüber im Klaren sein, wo sie ihre Hochzeit ausrichten möchten. Denn besonders an Samstagen im Sommer, den beliebtesten Hochzeitstagen der Deutschen, sind Locations schnell ausgebucht. Damit es mit der Traum-Location klappt, sollten Sie früh buchen und mit den Vorbereitungen beginnen.

Das „Rundumsorglospaket“ im Restaurant kann zwar teurer sein. Dafür müssen Sie sich aber auch um nichts selbst kümmern. Das Menü stimmen Sie vorher ab – und am Tag der Hochzeit lehnen Sie sich entspannt zurück.

Das ist zwar auch bei einen Caterer möglich, wenn Sie eine Bedienung dazu buchen. Dennoch gibt es bei einer selbstorganisierten Feier einiges zu beachten. Erkundigen Sie sich vorher, wie lange Sie den gemieteten Raum nutzen können. Einige Locations schreiben Ruhezeiten vor. Und Sie möchten Ihre Hochzeitsfeier doch nicht schon 22 Uhr beenden, weil die Anwohner sonst die Polizei rufen? Außerdem haben manche Location-Vermieter Verträge mit bestimmten Caterern und Getränkelieferanten. Hier müssen Sie aufpassen, damit das vermeintliche Schnäppchen nicht zur Kostenfalle wird.

 

Kaffeevollautomat statt Kafferservice - das richtige Geschenkemanagement

„Was wünscht ihr euch?“, fragen Freunde und Bekannte schon Monate vor der Hochzeit. Unser Tipp: Nehmen Sie diese Frage ernst – sonst müssen Sie mit Blümchenmuster-Porzellan, Schmetterlingsbettwäsche und gehäkelten Tischläufern leben.

Früher war es üblich, dem Brautpaar Nützliches für die gemeinsame Wohnung zu schenken. Da Paare im 21. Jahrhundert jedoch schon einige Zeit vorher zusammen wohnen, haben sie bis zum Zeitpunkt der Eheschließlung schon den meisten Hausrat zusammengetragen.

Wünschen Sie sich doch Geld für die Hochzeitsreise. Oder bummeln Sie einmal durch ein Warenhaus: Große Kaufhäuser bieten sogenannte „Hochzeitstische“ an. Paare können sich aus dem Sortiment des Kaufhauses etwas aussuchen und auf dem Geschenktisch zusammenstellen lassen. Die Hochzeitsgäste haben so die Möglichkeit, sich in Ruhe etwas aus der Auswahl auszusuchen – und treffen auf jeden Fall den Geschmack des Brautpaares.  

 

Loslassen und entspannen        

Am Tag der Hochzeit werden Sie aufgeregt sein. Wenn Sie Glück haben, schlafen Sie in der Nacht zuvor sechs Stunden am Stück. Diese Aufregung ist wichtig und gehört dazu. Damit Sie sich am Hochzeitstag ganz Ihrem Glück hingeben können, ist es wichtig, organisatorische Dinge vorher auszulagern.

Wir sagen Ihnen, wer welche Aufgaben übernehmen kann.

Die Brautmutter begrüßt die Gäste und stellt sie einander vor. Danach leitet sie alle in den Trauraum oder die Kirche. Nach dem Eröffnungstanz tanzt sie mit ihrem Schwiegersohn.

Der Brautvater holt die Braut vom Auto ab oder fährt sie selbst und führt sie zum Altar. Er nimmt dem Ehepaar später gemeinsam mit dem Vater des Bräutigams die Geschenke, insbesondere die Umschläge, ab und verwahrt sie sicher. Der Bräutigamvater tanzt nach dem Eröffnungstanz mit der Schwiegertochter.

Die Trauzeugin hilft und berät bei der Wahl des Hochzeitskleides und stimmt die Kleider der Blumenkinder ab. Sie steht der Braut während des Stylings bei und versorgt sie mit einem Glas Champagner. Sie kümmert sich während der gesamten Feier um die Bedürfnisse und prüft, ob alles noch sitzt. Bei Kleidern mit Reifröcken hilft sie der Braut auf Toilette. Sie beschriftet Geschenke, die keine Karte haben.

Der Trauzeuge hilft und berät den Bräutigam bei der Wahl des Anzuges. Er organisiert den Junggesellenenabschied und koordiniert die Geschenkeliste. Gemeinsam mit dem Brautpaar erstellt er vorher eine Liste mit allen Gästen und in welche Kombination sie fotografiert werden sollen. Am Hochzeitsmorgen steht er dem Bräutigam bei und versorgt ihm ein Glas Champagner oder ein kleines Bier. Er wartet mit dem Bräutigam am Altar und hält die Eheringe bereit. Er achtet gemeinsam mit der Trauzeugin darauf, dass keine Gegenstände im Standesamt oder der Kirche liegen bleiben.

Die Familie begräbt für einen Tag persönliche Streitigkeiten und macht gute Miene zum Hochzeitsspiel der Freunde. Diese helfen außerdem beim Dekorieren der Location und der Organisation des Junggesellenabschiedes. Sie sorgen für eine gute Stimmung während der Feier und tragen, wenn gewünscht, Reden vor.

Unser Tipp: Sie sollten unbedingt vorher mit Ihren Freunden besprechen, ob sie sich Spiele zur Hochzeit wünschen und welchen Umfang Sie haben sollten. Lassen Sie sich zu nichts überreden, was Ihnen später peinlich sein könnte. Ebenso sollten Sie vorher abstimmen, ob Fotos von Ihnen bei Facebook und Co. veröffentlicht werden dürfen.

Foto: Halfpoint - Fotolia

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