Was gehört zu einer guten Hochzeitsfeier?

Nach der Trauung folgt traditionell die Hochzeitsfeier. Sie sollte gut geplant werden, denn nichts ist für die Gäste langweiliger, als stundenlang ohne jedes Programm auf den Stühlen zu sitzen, zu essen und sich im besten Fall mit dem Nachbarn gut zu unterhalten.

 

Neben einem passenden DJ der mithilfe von Musik für gute Stimmung sorgt, bieten sich beispielsweise Hochzeitsspiele an, wobei traditionelle und neue Ideen bunt gemischt werden dürfen. Auch kreative Lösungen für Hochzeitserinnerungen sind gefragt, damit jeder Gast und natürlich auch das Brautpaar etwas für die Zukunft mitnehmen, an dem sie noch jahrelang viel Freude haben.

Der Eröffnungstanz, vorzugsweise ein Wiener Walzer, gehört für die meisten Menschen auf jeden Fall zu einer Hochzeitsfeier dazu. Es gibt eine etwas frivolere Variante, bei der der frischgebackene Ehemann das Strumpfband seiner Frau abtanzt. Dabei muss er sich auf die Knie begeben. Sie lüftet ihr Kleid bis zu dem Oberschenkel, um den das Strumpfband gelegt ist; er muss nun versuchen, es mit den Zähnen herunterzuziehen. Wenn er es geschafft hat, bekommt er einen dicken Kuss als Belohnung.

Auch der Wurf des Brautstraußes gilt auf Hochzeitsfeiern als Tradition. Dazu ruft der DJ alle ledigen Frauen der Hochzeitsgesellschaft in die Mitte der Tanzfläche. Die Braut wird – vorzugsweise von Ihrem Ehemann – ein paar Mal im Kreis gedreht, muss dann mit dem Rücken zur Gruppe stehen bleiben und den Strauß über ihren Kopf in die Menge werfen. Wie man sagt, wird die Frau, die den Brautstrauß fängt, als Nächste den Bund der Ehe eingehen.

Ein Klassiker unter den Hochzeitsspiele ist die Brautentführung. Diese Tradition lohnt sich vor allem für eine Hochzeitsfeier, bei der die Gästezahl überschaubar und gut aufzuteilen ist. Die einen entführen die Braut, die anderen gehen zusammen mit dem Bräutigam auf die Suche nach ihr. Dieses Spiel bietet sich nur an, wenn es sich um eine kleine Gesellschaft handelt. Die Teams dürfen nicht zu groß sein. Wenn man aber den Rest der Gäste an der Location zurücklässt droht Langeweile, weil die Brautsuche meistens einige Zeit dauert. Besonders im Sommer ist dies ein schönes Spiel, weil die Braut sich im Ruhrpott an tollen Stellen verstecken kann, beispielsweise an dem gemeinsamen Lieblingsplatz an der Zeche, im Park oder auf einer Halde. Auf ihrer „Flucht“ hinterlässt sie natürlich immer wieder Hinweise, sodass die Verfolger sie auch wirklich finden.

Ein anderes beliebtes Spiel wird oft von den Trauzeugen der Brautpaare iniziiert. Grundsätzlich handelt es sich dabei um das Kinderspiel "Reise nach Jerusalem". Es werden 12 Stühle und 13 Hochzeitsgäste benötigt. Der DJ spielt Musik und wenn diese stopt müssen sich alle Gäste auf einen Stuhl setzen. Logischerweise bleibt ein Gast übrig der keinen Stuhl mehr abbekommt. Als "Strafe" bekommt er eine Aufgabe, die er im Monat nach der Hochzeit erfüllen muss. Bei den Aufgaben handelt es sich meist darum, dem Brautpaar etwas Gutes zu tun. Beispielsweise muss der Verlierer das Paar zum gemeinsamen Kinoabend einladen. Danach wird ein weiterer Stuhl entfernt und das Spiel geht weiter. In jeder Runde gibt es einen Verlierer und somit eine Aufgabe für jeden Monat des ersten Ehejahres. Oft passen die Aufgaben thematisch zum Monat. So wird im August ein Grillabend organisiert und im Dezember der Weihnachtsmarkt besucht.

Zu den Hochzeitserinnerungen gehört ein Gästebuch. Hier haben sich inzwischen tolle Varianten etabliert. So gibt es weiterhin die Klassiker, also Stift und Papier: Wer kein Gästebuch möchte, malt einen Baum (oder druckt ihn aus) und lässt die Festgäste ihren Namen in die Blätter des Baumes schreiben. Eine ganz andere Idee: Es werden Stoffstücke beschriftet, vielleicht auch mit guten Wünschen ergänzt, und später als Patchworkdecke aneinandergenäht.

Die Fotobox etabliert sich allmählich schon als Klassiker, obwohl die Idee noch gar nicht so alt ist. Aber es macht einfach viel Spaß, sich hier verewigen zu lassen. Sie können Themenwelten vorgeben oder die Leute selbst gestalten lassen. Im Internet gibt es viele Requisiten, um die Fotos passend zum Thema zu gestalten. Viele Fotostudios bieten mittlerweile mietbare Modelle der Fotobox an, mit denen die Partygäste aufgrund der intuitiven Bedienung leicht zurechtkommen. Im Zweifel kann man natürlich auch die eigene Kamera mit dem Stativ aufstellen. Es gibt bestimmt schnell mehrere Fotos von jedem Gast, denn die Fotobox zieht Gäste unwiderstehlich an. Die Bilder sind schöne Hochzeitserinnerungen, sie eignen sich auch gut für selbst gefertigte Dankeskarten nach dem großen Event. Alles rund um das Thema Foto finden Sie hier.

Eine Candybar gehört zu den neueren Errungenschaften auf Hochzeitsfeiern. Sie kommt ursprünglich aus den USA und bietet den Gästen eine Anlaufstelle für Süßigkeiten. Sie geht also über das Dessert beim Essen und die Hochzeitstorte hinaus. Es gibt die unterschiedlichsten Varianten, die Candybar aufzubauen, ob im Vintage-Look oder supermodern, ob als Traum in Rosa oder in Verbindung mit den Hochzeitsfarben. Im Internet werden dafür Schilder, Vorratsdosen, Etageren und Wandtattoos angeboten.

Keine Hochzeitsfeier ohne Gastgeschenke: Diese kann man fast schon als neue Tradition bezeichnen. Viele Brautpaare geben dazu Süßigkeiten ab, beispielsweise die klassischen fünf Mandeln, die für Fruchtbarkeit, Gesundheit, Glück, Wohlstand und ein langes Leben stehen. Die Zahl fünf kann natürlich auch mit anderen Geschenken symbolisiert werden. Weitere Varianten: Selbst gemachte Marmelade oder hochwertige Kräuteröle in kleinen Gläsern beziehungsweise Flaschen.

Titelbild: wideonet – Fotolia.com

Foto im Text: standret – Fotolia.com

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